Mein Blog

Einmal.
Als ich alt war in Zeiten von C

Ich gehöre zu den Menschen, die man jetzt zusammenfassend Risikogruppe nennt; ich bin alt. Anfang März ging ich in die Isolation. Das klingt dramatisch: Ich lebe allein, ich lebe gern allein, ich arbeite allein. Aber ich hatte um mich Freundinnen und Freunde, Künstlerkolleginnen, die Kinder, die Enkel. Ich war im Gespräch mit den Nachbarn, ich habe reizende junge Leute im Haus, in der Gartennachbarschaft. Ausstellungen, Konzerte, Kino, Stadt. Ich bin privilegiert; ich habe ein sicheres Dach über dem Kopf und einen kleinen Pachtgarten am Ende des Grundstücks, das Geld reicht zum Leben. Zwei Fenster und eine Balkontür öffnen sich für einen Panoramablick: Himmel, Wolken, Ahornbäume, ein uralter Birnbaum. Ich lebe an einem Ort, von dem aus ich Wasser, ein Naturschutzgebiet, einen Wald zu Fuß erreiche. Ich bin dankbar. Aber das alles schützt nicht vor dem Verlorengehen. Vor dieser besonderen Art der Einsamkeit, die sich von Sehnsucht und Fragen nährt. Also schreibe ich. Mal sehen…

.7. Wut und Balance

Plötzlich schießen drei Killerenten auf mich zu, gefolgt von einer kreischenden vierten. Sie fliegen haarscharf über meinen Kopf hinweg. Ich stolpere,

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.17. Höhlen

Am späten Abend trug ich meine Bettdecke zum Balkonbett, streckte mich darunter aus und ließ mir inmitten von Blumen und duftenden

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.22. In Wahrheit

Aus der Straßenbahn strömen Menschen in Richtung S-Bahn. Eine junge Frau, vielleicht Mitte zwanzig, führt einen kleinen Jungen an der Hand,

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.24. Zuviel Welt

Längere Zeit glaubte ich, ich würde an einer besonderen Geräuschempfindlichkeit leiden, Hyperacusis, aber dies war nur eins von vielen Symptomen, die

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